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Großraum-Verkehr Hannover

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Der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) ist ein Tarif- und Verkehrsverbund, der das Gebiet der Region Hannover umfasst. Er ist der zweitälteste Verkehrsverbund in Deutschland.

Anfänglich gehörten außer Üstra, DB mit Bus und Schiene, die Postbusse, die Steinhuder Meer-Bahn und die Verkehrsbetriebe Bachstein aus Burgdorf zu den Linienbetreibern. Ab 1974 wurde aus Bahnbus und Postbus die Privatgesellschaft Regional Verkehr Hannover RVH gegründet.

Zum GVH gehören jetzt die Verkehrsunternehmen üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die RegioBus Hannover GmbH, die DB Regio AG und die metronom Eisenbahngesellschaft.

Die Verkehrsunternehmen betreiben zwölf Stadtbahnlinien (zuzüglich zwei Veranstaltungslinien), fünf S-Bahnlinien (zuzüglich eine Messelinie), zehn Regionalbahnlinien und 154 Buslinien. Dabei werden über 1900 Haltestellen bedient.

Der GVH wurde am 4. März 1970 nach einer Protestaktion gegründet (näheres siehe: Roter-Punkt-Aktion). Damals kam es nach einer Fahrpreiserhöhung um zehn Pfennig zu Demonstrationen, die dazu führten, dass vom 12. Juni bis 19. Juni 1969 keine Straßenbahnen und Busse mehr fuhren. Erst als Stadt und Üstra Einheitsfahrpreise von 50 Pfennig pro Fahrt, und die Kommunalisierung der Üstra (die zuvor in privater Hand war) versprachen, hörten Blockade und Demonstrationen auf, und die Üstra konnte am 20. Juni 1969 den Verkehr wieder aufnehmen. Der neue Einheitstarif trat am 16. März 1970 in Kraft.

Der Einheitstarif wurde später durch einen gestaffelten Zonentarif ersetzt. Anfänglich bestand dieser Tarif aus 2 Preistufen und drei Tarifzonen. Preistufe 1 galt für Fahrten in den Tarifzonen 1 & 2 (heute Umland) oder 2 & 3 (heute Region) mit einer Stunde Umsteigeberechtigung. Preistufe 2 galt für Fahrten innerhalb aller 3 Tarifzonen mit zwei Stunden Umsteigeberechtigung, auch für Fahrten von 3 über 2 nach 1, weiter in die Zonen 2 und 3 in Richtung auf das Fahrziel (als Beispiel Burgdorf – Hannover – Springe). Dieser Tarif wurde später modifiziert. Dabei gab es mehrere Änderungen. So wurde aus der 24 Stunden Karte die Tageskarte. Es gibt zum Beispiel heute Zeitfahrkarten („Cards“) vier Zonen: Hannover 1, Hannover 2, Umland und Region. Für Fahrscheine mit einer maximalen Geltungsdauer von 24 Stunden („Tickets“) bestehen lediglich drei Zonen, da hierbei das Stadtgebiet von Hannover zu einer einheitlichen Zone zusammengefasst wurde. Außerdem gibt es neben normalen Tickets (für eine, zwei Umland oder drei Zonen Region gültig), auch noch Kurzstrecken-Tickets und so weiter.

Mittlerweile wurden auch die umliegenden Landkreise durch Regionaltarife in den GVH-Tarif eingebunden: Landkreis Schaumburg, Schwarmstedt (Landkreis Soltau-Fallingbostel), Landkreis Celle, Landkreis Peine, Landkreis Nienburg, Landkreis Hameln-Pyrmont und Landkreis Hildesheim. Dort ist die Benutzung der S-Bahnen mit bestimmten GVH-Zeitkarten möglich.

Siehe auch: Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde

Weblinks

  • Webpräsenz des Großraum-Verkehr Hannover
  • Webseite der Üstra
  • http://www.bahn.de/
  • http://www.regiobus.de/
  • http://www.der-metronom.de/

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